Federleicht mit Volar

Der Schnitt Federleicht von Textilsucht liegt schon eine ganze Weile auf meiner Festplatte und eigentlich wollte ich dieses Kleid schon zu Beginn des Sommers fertig genäht haben. Den Stoff dafür hatte ich auch schon seit geraumer Weile besorgt und der lag auch immer ganz oben auf dem Stapel „will ich unbedingt vernähen, weil sooo toll“! Aber wie das Leben nun mal so spielt… Immerhin hat sich ja der Sommer auch ganz schön viel Zeit gelassen!

Aber diese Woche war es soweit. Den Stoff vom Stapel genommen und im Wohnzimmer ausgebreitet. Das ausgeschnittene Schnittmuster drauf gelegt und festgestellt, dass das Vorder- und Rückteil nicht nebeneinander passen. Also zumindest nicht bei Größe 38! Gut, dass ich von dem Stoff mehr als üblich im Laden mitgenommen hatte. Also hin und her geschoben, dass er auch so liegt, wie ich es nachher auch gerne am Körper tragen möchte und dann endlich nach über einer Stunde beschlossen, dass jetzt endlich mal die Schere und die Schneiderkreide an der Reihe sind. Der Zuschnitt geht fix. Dank den angeschnittenen Ärmeln sind es wirklich nur zwei Teile plus den Beleg. Verwunderlich fand ich, dass der Beleg nicht halbrund wie der Ausschnitt ist, sondern gerade…

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Dann kam die Premiere an der Nähmaschine! Smoken war angesagt und dass viermal pro Teil. Ganz optimistisch fing ich an. Jedoch zeichnete sich schnell ab, dass es nicht so einfach ist und somit waren die ersten Smoknähte ziemlich schief. Aber in dem Glauben, dass ich das Rückteil vor mir hatte und es dann nachher sowieso nicht sehen würde und die Vorderseite nun besser wird, konnte ich darüber hinwegsehen. Großer Irrtum liebe Leute! Schön und gerade ist jetzt das Rückteil… und die Vorderseite ist nun schief und ich sehe es die ganze Zeit. So ein Mist!

Aber so ist das Halt, wenn man den Part im Ebook überliest, dass man erstmal an einem Stück Probestoff üben soll…

Der Rest war dann einfach… bis der Beleg an der Reihe war. Zugeschnitten und zum Ring geschlossen, drangesteckt und angenäht… alles kein Problem. Dann auch brav gebügelt und einmal rundherum mit dem Dreifach Geradstich abgesteppt. Aber der Beleg klappte immer wieder nach oben. Nun steht in der Anleitung, dass man den Beleg noch etwas tiefer einmal festnähen sollte. Da war ich skeptisch, denn dadurch das er nicht halbrund war, musste er ja gedehnt angenäht werden, damit es irgendwie passte! (Kann mir noch einer folgen?) Dies war trotz sorgfältigem Stecken irgendwie schwer zu bewerkstelligen. Im Ergebnis ist das jetzt alles etwas… na sagen wir mal verkrumpelt. Und ich bin stark am Überlegen, dass alles nochmal abzumachen und einfach ein Bündchen dranzunähen. Aber bei meinem momentanem Nähtempo wird das erst was im Spätsommer 2017.

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Jedoch bin ich im Großen und Ganzen mit diesem Schnitt und auch mit meiner Stoffwahl mehr als zufrieden! Das Kleid sitzt super. Die Länge ist für mich perfekt und man kann es sogar auf Arbeit mal tragen! Und da ich von dem Stoff noch echt viel übrig habe, werde ich (2017) einfach nochmal eins nähen! Da klappt das dann alles besser!

Und aufgrund dessen, dass das alles nicht so optimal ist, gibts auch keine Nahaufnahmen! Einmal vorne und hinten muss reichen! Schöne Designbeispiele findet ihr bei Textilsucht.

Und endlich habe ich es mal geschafft bei 12 Letters Of Handmade Fashion mitzumachen. Gastgeberin für den August ist Fee von Fairylikes und Buchstabe des Monat ist S wie SOMMERKLEID!!!

Ein sonniges nicht zu warmes Restwochenende wünsche ich euch.

Rutschig flutschig unter der Nähmaschine 

Am Sonntag auf dem Stoffmarkt habe ich ein paar Meterchen feinsten dünnen Strick gekauft. Der fühlte sich so klasse an, da konnte ich nicht anders, der musste gekauft werden. 

  
Gleich gewaschen und nach dem Trocknen zur Hand genommen und zugeschnitten. Aber alleine das Zuschneiden war schon eine Herausforderung. Es sollte eine Alegra von Milchmonster werden. Der Stoff rutschte schon beim Zurechtlegen immer hin und her. Meine Motivation zum Nähen schwand umgehend. Aber Aufgeben ist keine Option!

  
Also das passenden Garn rausgesucht, die Overlock eingefädelt und an einem Probestück erstmal die richtige Einstellung gesucht. Schnell war klar, dass auch hier die 5-Faden-Sicherheitsnaht angebracht ist. Somit war das Nähen dann doch ein Kinderspiel. Anschließend noch alle Kanten versäubert und dann der nächste Knackpunkt. Nur einmal umschlagen, wie im EBook vorgesehen oder zweimal, weil es dann einfach schöner aussieht?  

  
Die Entscheidung fiel auf zweimal umschlagen. Also alles fein säuberlich umgeschlagen und mit den kleinen sehr hilfreichen Wonderclips festgesteckt. Nach dem Motto gut gesteckt, ist halb genäht. Gilt für Bügeln ebenfalls! Und somit ließ sich das Ganze auch wunderbar knappkantig absteppen!

  
Bei den Ärmeln habe ich lange überlegt, ob ich die ordentlich mit der Cover säume oder ob es nicht auch anders geht. Die Ärmel sind bei dem Schnitt recht lang und so konnte ich sie ebenfalls zweimal auf links umschlagen und dann an zwei Stellen fixieren. Die linke Stoffseite ist etwas dunkler und bietet somit nochmal einen schönen Kontrast. 

  
Das war die vierte Alegra und bisher wurden alle verschenkt. Die nächste wird ganz bestimmt für mich, denn es ist noch ausrechend Strickstoff da!

Aus dem Rest gibt’s noch einen passenden Loop dazu.