Sommershirt im Herbst

Tja, wenn man es nicht schafft seine im Sommer genähten Sachen rechtzeitig zu verbloggen… dann macht man das halt im Herbst! Unser Sommer war sehr voll gepackt. Der Umzug in die eigenen 4 Wänden stand an und parallel dazu mussten die beiden Mädels die Kita wechseln. Also Eingewöhnung der beiden Mädels, Handwerkerbetreuung im neuen Haus und Umzugsvorbereitung… Da blieb auch nicht viel Zeit zum Nähen, aber meinen Beitrag für die Augustfarbe bei Tweed & Greet habe ich fertig bekommen. Inzwischen ist es allerdings zu spät für eine entsprechende Verlinkung 😦

Egal, aber zeigen möchte es euch trotzdem. Denn Dank Jenny von Frau Störchin gibt es auch sehr schöne Bilder.

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Genäht habe ich das Wasserfallshirt Jella von KonfettiPatterns aus feinem lilafarbenen Viskosejersey, den ich letztes Jahr in Hamburg bei Alles für Selbermachen erstanden hatte.

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Ich hatte mich für die kurzarm Variante entschieden. Das Manko dabei war jedoch, dass die Armausschnitte so groß waren, dass man an den Seiten noch den BH sehen konnte. Suboptimal. Also habe ich den Armausschnitt verkleinert und so gehts! Dank des Viskosejersey fällt der Ausschnitt sehr schön (und auch relativ großzügig ;-))

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Insgesamt ein schönes Shirt, welches ich nächsten Sommer bestimmt öfter anziehen werde!

Kommt gut durch die restliche Woche,

liebste Grüße,

Kerstin

ebenfalls zu finden bei: MeMadeMittwoch, MittwochsMagIch und AfterWorkSewing

Fast perfekt gestreift mit TimpeTee

 

Schnittmuster für Damen Shirts gibt es ja inzwischen gefühlt 1000! Bei manchen sieht man schon anhand der Designbeispiele, dass das der Schnitt nicht für jede Frau gemacht ist oder reichhaltiger Anpassungen bedarf. Ich habe mich in den letzten 4 Jahren auch an so einige rangewagt und war meist nur so halb zufrieden mit dem Ergebnis. Klar, perfekte Kleidung gibt es auch nicht von der Stange. Da geht man auch häufig einen Kompromiss ein. Bei genähten Sachen will man das aber häufig nicht. Hier möchte man es gerne perfekt. Denn immerhin hat man es ja genäht und es hat einen Zeit und Stoff, manchmal aber auch Nerven gekostet.

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In den letzten Monaten habe ich deshalb auch ganz eisern keine neuen Schnittmuster gekauft. Meist ähnelt es sich ja und man hat schon sowas mit Staubschicht auf der Festplatte.

Dann kam Monika von Schneidernmeistern mit dem TimpeTee um die Ecke. Hmm, wieder ein Shirt. Jaja, scheint ja bei den Damen ganz gut zu sitzen. Aber hach, schau, der U-Boot-Ausschnitt! Leute, für U-Boot Ausschnitte habe ich unerklärlicherweise eine Schwäche. Auch wenn das Nähen meist aufgrund des Belegs nicht so einfach ist (siehe hier). Streifen gehen ja bekanntlich immer und ich hatte auch noch gestreiften Strickstoff von meinem Shoppingtrip nach Hamburg zu AfS daheim liegen. Und wenn dann noch hinter den Streifen und dem Shirt eine längere Geschichte steckt und es somit nicht einfach nur ein gstreiftes Shirt ist, sondern ein Bretonshirt, dann hat das ja wieder was… Ihr seht, eigentlich bin ich nicht so schwer zu kriegen 😉

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Somit wanderte das Ebook ins Körbchen und hatte dann aber das Glück umgehend ausgedruckt zu werden. Das Stück gestreifter Stoff reichte gerade so. Schwierig bei Streifen ist ja, dass sie an den Seiten, wo Vorder- und Rückteil sich treffen, sich ebenfalls treffen! Das habe ich hinbekommen. Das sich jedoch die Streifen oben an der Schulterkugel mit den Streifen vom Vorder- und Rückteil treffen, habe ich nicht geschafft. Aber vermutlich muss man da beim Zuschneiden einfach mehr drauf achten.


Genäht ist es fix. Gesäumt habe ich diesmal ganz klassisch mit der Nähmaschine. Und auch das Annähen des Belegs und das anschließende Absteppen lief wie am Schnürchen. Den Tag zuvor kam ja der lang ersehnte Obertransporteur für meine Nähmaschine und der ist sein Geld wirklich wert. Absteppen ohne Wellen, ohne das eine Lage vom Stoff verrutscht, ein Traum. Somit bin ich nun wirklich versöhnt mit dem Annähen von Belegen.


Die erste Anprobe vom TimpeTee verlief freudig, kein Moment der Ernüchterung und des Feststellens, dass der Schnitt wohl nicht für einen gemacht ist oder man den falschen Stoff verwendet hat. Nein, dass Shirt sitzt und es fühlt sich gut an. Und es ist echt gut kombinierbar! Gedanklich schweben mir schon weitere Shirts vor, denn ich denke auch Stoff ohne Streifen oder gar gemustert, kann man dem Schnitt zutrauen.

 

Liebe Grüße,

Kerstin

 

Verlinkt zu: MeMadeMittwoch

Stoff: Gekauft bei AfS allerdings im Geschäft in Hamburg-Harburg, online habe ich den Stoff nicht gefunden.

Schnitt: TimpeTee erhältlich u.a. hier und auf den sonst gängigen Plattformen.

 

#jackensewalong mit jErika

Auch hier bin ich einfach zu spät… Inzwischen ist sogar schon das Link Tool bei EllePuls „geschlossen“. Aber was will man machen. Manchmal dauerts einfach. Zugegebenermaßen habe ich mit mir und dieser Jacke auch ziemlich lange gehadert. Blöderweise habe ich mich für Sweat entschieden und eine 40 zugeschnitten. Beim nochmaligen Lesen des Ebooks stellte ich dann fest, dass bei Sweat empfohlen wird eine Nummer kleiner zu zuschneiden. Jaja, wer Lesen kann, ist klar im Vorteil!

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Beim #jackensewalong gab es ja immer jede Woche einen Post mit Fragen zum Nähprozess. Da ich schon bei Teil 3 so gnadenlos zu spät war, hole ich das jetzt hier nach.

Wie sieht der Zwischenstand aus bei deiner Jacke?

Da sich schon nach dem Zusammensetzen der Jacke gezeigt hatte, dass sie mir zu groß wird, habe ich sie erstmal beiseite gepackt und war gefrustet. Ich musste mich wirklich zwingen, das Projekt zu Ende zu bringen. Immerhin kam der schwierige Teil mit dem Reißverschluss ja erst.

Hast du Tipps und Tricks gelernt?

Ja, defintiv! Und zwar beschreibt Dani im Ebook, dass sie beim Reißverschluss einnähen ein Nahtband mit einnäht. So dass man quasi auf einen Reißverschlussbeleg verzichten kann. Ich habe dafür mal meinen Vorrat an Webbänder geplündert und dann ein passendes gefunden. Diese Variante gefällt mir im Ergebnis echt gut.

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Aber überhaupt den Reißverschluss (RV) einzunähen und alles bündig mit dem Kragen hinzubekommen war eine echte Fleißarbeit. Da sich der Stoff sehr dehnt, habe ich den RV mit Wonder Tape versehen und dann auf die rechte Stoffseite geklebt. Wonder Tape klebt auf beiden Seiten und lässt sich Auswaschen! Super Zeug, kann ich jedem nur empfehlen. Damit habe ich es dann auch problemlos hinbekommen. Die Schwierigkeit war nur, dass meine beiden Vorderteile irgendwie unterschiedlich lang waren und ich erstmal schauen musste, warum und wie kann ich es ändern. Irgendwie war beim Kragen annähen schon etwas schief gelaufen. Denn die beiden vorderen Schulternähte saßen nicht auf gleicher Höhe. Witzigerweise lagen aber die beiden Taschen auf einer Höhe! Keine Ahnung, was ich da vermurkst habe. Allerdings ist die Jacke sehr lang, so konnte ich unten gut was wegnehmen. Aber bis ich das alles hinbekommen hatte, war der Nachmittag schon rum.

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Im Ergebnis ist die Jacke nun im Schulterbereich und am Oberkörper recht luftig. Unter den Armen und im Brustbereich sitzt sie leider echt sackig. Ich denke, wenn man wirklich Softshell oder Walk genommen hätte, wäre das nicht der Fall. Aber gut. Ich wollte keinen neuen Stoff kaufen und somit fällt das Ergebnis unter Erfahrungen sammeln.

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Und damit die jErika kein trauriges Dasein in den Tiefen meines Kleiderschrankes fristen muss, ist sie direkt zu einer Freundin weiter gewandert.

Liebste Grüße Kerstin

 

Verlinkt zu: HoT, Dienstagsdinge, Creadienstag

Den Stoff habe ich bei AfS im Ladengeschäft in Hamburg-Harburg gekauft. Der RV ist von Stoff und Stil, die haben eine unglaubliche Auswahl an RV in allen möglichen Längen und Varianten.

Fake-Wickelkleid von Kibadoo

Letztes Jahr habe ich mir für den Sommer zum Stillen extra zwei Fake-Wickelkleider nach dem Schnittmuster von Kibadoo genäht. Und quasi auch den ganzen Sommer hoch und runtergetragen. Inzwischen trage ich sie immer noch sehr gerne in meiner Freizeit. Das Rockteil hat die richtige Länge, um auf dem Spielplatz nicht gleich halb nackt dazustehen, wenn man sich mal bücken muss.

Die verschieden Varianten mit normalen Ärmeln und angeschnittenem Ärmeln finde ich perfekt. Ich liebe angeschnittene Ärmel! Praktischerweise muss man da nämlich weniger zuschneiden! Und wenn man dann noch statt der Wickelvariante, die Fake-Variante näht, ist man im Nu fertig! Eine Anleitung dazu findet ihr bei Anja von JOMA-Style. Ich selber habe einfach Bündchen zwischen den Oberteilen und den beiden Rockteilen genäht.

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Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Nähen, anziehen, wohlfühlen!


Die Stoffkombi habe ich komplett bei Alles für Selbermacher gekauft. Ich mag das Blau unheimlich gerne und der einfarbige Jersey ist etwas stabiler und verleiht dem Kleid einen gewissen Stand.

Und ab damit zu HoT, Creadienstag,Dienstagsdinge