Gedanken übers Nähen

Wenn man nicht zum Nähen kommt, weil man arbeiten muss oder eins der Kinder krank ist, schafft man es wenigstens sich Gedanken darüber zu machen. Meistens in der Form, dass man imaginäre To-Do-Listen schreibt oder manchmal sogar echte auf Papier. Diese Liste wird bei mir gerade immer länger… Zumal auch noch einiges halb- bzw. fast fertig auf dem Bügelbrett liegt.

Da sind zum Beispiel die zwei Sewalongs! Die Jacke für das große Kind für den Herbstkind-Sewalong ist fast fertig. Ausgebremst hat mich letzte Woche die Suche nach dem Reißverschluß, aber ich kann verkünden, dass ich ihn gestern nach längerem Suchen wiedergefunden habe! Somit bin ich guter Dinge, dass die Jacke am Wochenende fertig wird. Denn es bedarf nur noch des Einnähens vom RV und die Kapuze muss noch ran. Denn seit gestern hat man die Möglichkeit bei nEmadA seine fertiges Herbstkind zu verlinken.

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Die Jacke für das Sewalong bei EllePuls ist auch fast fertig. Da war am Sonntag Finale! Diese hat mich echt Nerven gekostet, aber jetzt fehlt nur noch unten der Saum, welcher idealerweise schon gesteckt ist und das Gummiband in den Ärmeln.

Und dann stehen auf der Liste noch viele weitere Sachen. Zwei Strampelhosen und eine Mütze. Ein Geburtstagsgeschenk, welches schon am Samstag fertig sein muss. Ein Gürtelband aus Jersey in Lederoptik für meine liebste und einzige Tante! Davon habe ich schon zwei genäht, aber noch nie hier gezeigt. Vielleicht denke ich daran, dass ich bei dem nächsten mal Fotos mache. Fertig sein muss das Teil schon morgen! Und desweiteren wartet da noch ein Probenähen, das Schnittmuster ist schon gedruckt…

Da trifft es sich echt gut, dass die Kinder am Wochenende zu den Großeltern gehen und ich daheim freie Bahn hab. Aber vermutlich steht schon wieder viel zu viel auf meinem Zettel!

Pflegt ihr ebenfalls solche Listen? Verwerft ihr diese dann oder schafft ihr sie? (oder schaffen sie euch ;-))

Liebe Grüße

Kerstin

 

 

Elsenherbst – Its Elsetime of the year

Irgendwann ist für jedes Schnittmuster die Zeit gekommen ausgedruckt und genäht zu werden! Die Else von Schneidermeistern hatte ich schon länger im Auge, aber die vielen verschiedenen Varianten stellten mich vor eine Herausforderung. Denn welche Else will ich? Welche passt zu mir? Und welcher Stoff ist der richtige? Ewig habe ich mir die 7 verschiedenen Varianten angeschaut und dann ins Stoffregal gelinst, welcher passt. Getreu dem Motto nur einer von euch kann eine Else werden! So praktisch dieser Baukasten-Schnitt auch ist, so schwierig ist es dann auch sich seine persönliche Variante oder auch Else zusammenzubauen.

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Passend war da, dass Monika den Elsenherbst ausgerufen hatte und dazu noch die Elsen-Signature-Style-Challenge! Unbedingt wollte ich eine Else. Auf Instagram sah man ständig schöne Elsen! Dieser Elsenthusiasmus hat mich angesteckt. Also nochmal von vorn. Ebook angeschaut und diesmal endlich auch ausgedruckt. Alles zugeschnitten und dann das Stoffregal durchstöbert. Und siehe da, der graue Sommersweat mit den schwarzenblauen Blumen sprach zu mir!

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Der Stoff gab vor, welche Else es werden sollte. Eine Mischung aus Else #black und #summerblues. Anders gesagt, die mit dem U-Boot Ausschnitt und dem mäßig weiten Rock.

Zugeschnitten war sie fix und nach langem Überlegen habe ich mich für die Version mit Beleg am Ausschnitt entschieden. Bisher hatte ich ja nie viel Glück mit Belegen annähen. Aber irgendwann muss das Trauma ja auch mal überwunden werden.

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Genäht war sie an einem Abend mit Beleg! Und dann das große Zittern beim Anziehen. Wird sie passen, wie werde ich aussehen? Passen Else, der Stoff und ich zusammen?

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Im Großen und Ganzen ja! Allerdings wirft sie hinten überm Po ein paar Falten, da ist zuviel Stoff. Einerseits habe ich ein Hohlkreuz und andererseits ist vermutlich mein Hinterteil zu „ausladend“. Ewig habe ich mich vor dem Spiegel hin und her gedreht. Von vorne war alles super, aber hinten? Hinten blieb einfach ein Problem. Dann die Idee mit Gürtel! Ja, das ging. Etwas zurecht gezuppelt und das Kleid saß. Mein Mann hat nur den Kopf geschüttelt und meinte, zieh es doch einfach an. Was hast du denn?

Recht hat er. Also durfte Else schon am nächsten Tag mal mit ins Büro.

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Aber nun zur Challenge. Welchen Signatur Style haben die Else und ich?

Ganz einfach, den lässigen urbanen City-Style! Mit Jeansjacke, Stiefeletten und der Else kann ich überall hingehen. Ins Büro, zum Flanieren auf dem Potsdamer Platz, zum Kinder abholen nach der Arbeit. Ein Kleid, welches mir Bewegungsfreiheit gibt und in dem ich mich trotzdem wohl fühle! So muss Kleidung sein. Chic und bequem, so dass man jederzeit für die Finessen des Lebens angezogen ist.

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Wenn ihr noch mehr Elsenschwestern sehen wollt, dann klickt euch rüber nach Elsenhausen  bei Monika von Schneidermeistern.

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Schönes Wochenende euch allen.

Gruß Kerstin

 

Easy Peasy Summer-T…

… war für mich diesen Sommer meine persönliche Entdeckung als es darum ging, dem großen Kind ein paar kurze Shirts zu nähen. Damals gab es das Ebook in den Größen 110 bis 146 als Freebook mit handgezeichnetem Schnitt. Inzwischen kann man das Schnittmuster von Stoffwechsel – Die Nähwerkstatt in den Größen 86/92 – 152/158 käuflich erwerben.


Der Schnitt lädt ein zum Kombinieren von Musterstoffen mit Unistoffen und in der 110 kann man es fast noch als Resteverwertung laufen lassen, wenn man für das Vorderteil einen Musterstoff verwendet.

Besonders schön finde ich, dass der Hals- und die Armauschnitte eingefasst werden. So sieht das Shirt meiner Meinung nach überhaupt nicht nach einem selbstgenähten Shirt aus, sondern professionell wie ein Gekauftes.

Und das Beste an dem Schnitt ist, dass es aus nur zwei Teilen besteht! Vorderteil und Rückteil! Somit kann man echt innerhalb einer Stunde ganz easy peasy ein Shirt zuschneiden und fertig nähen. Deswegen gab es fürs große Kind auch insgesamt drei. Leider trägt sie viel lieber Kleider und die Shirts sind etwas versauert im Kleiderschrank… Aber ich denke, die passen vielleicht auch noch nächsten Sommer. Ansonsten werden sie die Jüngste aufgehoben.

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Aber immerhin habe ich es geschafft das Shirt vor die Linse zu bekommen. Und damit geht das Easy Peasy Summer T direkt zum #2 Fundsachen für Kinder und Kiddikram

Stoffe: MilliMeloni gekauft bei Sonnenschnuckel und den Unistoff habe ich beim Stoffmarkt ergattert und ist von Swafing.

Euch allen einen guten Wochenstart.

Gruß Kerstin

 

Jacken-Sew-Along Teil 2

Im zweiten Teil des Jacken-Sew-Alongs soll über den aktuellen Stand des Projektes berichtet werden, dabei soll auch möglichst auf folgenden Fragen eingegangen werden:

Welche Schnittänderungen hast du vorgenommen?

Wie ihr hier lesen könnt, hatte ich mich ja für das Schnittmuster jErika entschieden. Das Problem bei den Schnitten von Prülla ist ja, dass diese für Frauen weit jenseits der 1,70m genaugenommen für Frauen mit einer Körperlänge von 1,78m ausgelegt sind. Todesmutig habe ich jetzt trotzdem die lange Version der Jacke zugeschnitten und erstmal die Saumzugabe unten weggelassen. Die Ärmel dagegen habe ich gleich noch einen ganzen Tacken länger zugeschnitten, da ich sie gerne ohne Bündchen haben möchte. Stattdessen möchte ich lieber unten einen Gummizug einnähen.

Bei den Taschen kann man sich zwei verschiedene Höhen aussuchen, also eigentlich sind die gekoppelt an die lange und einmal an die kurze Version. Ich habe mich für die Taschen auf der Höhe der kurzen Version entschieden.

Wie sehen die ersten Nähte aus?

Gut! Die beiden Rückenteile sind zusammengenäht und abgesteppt. Das Schulterrückenteil ist ebenfalls dran. Die Taschen sind auch fertig. Die langen Seitenteile sind jedoch noch nicht angenäht. Das kommt dann mit dem ganzen Rest nächste Woche!


Gibt es Hürden? 

Bisher nicht, aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Der Reißverschluss wird bestimmt eine Herausforderung, das der Sweat sehr elastisch ist. Aber da ich erstmal die Stoffberge bei mir reduzieren wollte, war extra welchen kaufen, keine Option! Wenn der Schnitt gefällt, dann gibt’s die nächste definitiv aus Wollwalk!


Schönes Wochenende und bis zum nächsten Post in Sachen Sewalong bei EllePuls

 

Herbstkind – Einblick, hab ich schon angefangen?

Ja! Hab ich! Der Stoff ist schon zugeschnitten. Das hat alles ein wenig gedauert, weil das klimperkleine Jacken-Ebook einfach zu viele Varianten bietet. Nach langem Überlegen habe ich mich dann für die ungefütterte und mit Schrägband eingefasste Variante entschieden.

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Pauline beschreibt in ihrem Ebook ausführlich, welche Anpassungen notwendig sind, wenn man die Jacke nicht aus dehnbaren Materialien näht. Versorgt mit diesem Wissen habe ich dann auch erst das Schnittmuster und anschließend den Softshell zugeschnitten. Somit wird die Jacke in 116er Länge und 122iger Breite genäht. Einfassen möchte ich das ganze gerne mit Falzgummi, der rote Falzgummi mit seiner matten Seite passt perfekt zu den roten Sternen und der petrolfarbenen Grundfarbe des Stoffes.

Die ersten Nähte habe ich gestern Abend schon genäht. Nach langem Recherchen im Internet zum Thema Verarbeiten von Softshell, habe ich beschlossen meinen Softshell so zu verarbeiten wie es bei farbenmix beschrieben wird. Also alles mit der normalen Nähmaschine mit Geradstich nähen und dann die Nahtzugaben zur Seite klappen und von der Außenseite feststeppen. Einige schreiben, dass man Softshell ohne weiteres mit einer 90iger Universalnadel nähen kann, andere sagen lieber Microtexnadeln… Da ich damals extra Microtexnadel gekauft hatte, habe ich diese auch benutzt. Sonst liegen die sich hier nur krumm.

Nächste Woche dann gehts weiter mit dem zweiten Einblick!

Verlinkt zu nEmadA – Herbstkind

Frau Aiko und die kopfstehenden Räder

Es gibt ja so Schnittmuster, die hat man mal gekauft und dann liegen sie ewig auf der virtuellen Festplatte rum. Fein säuberlich in der Dropbox sortiert im Ordner Damen–> Oberteile. Meist befinden sie sich in bester Gesellschaft von ebenfalls unvernähten Schnittmustern.

Nun gibt es aber bei juliespunkt den Fundsachen Sewlong. Den Anlaß habe ich mal genutzt und meine dropbox durchstöbert. Die Wahl fiel auf FrauAiko von Schnittreif.

Inzwischen habe ich mich ja schon an einigen Schnitten von Schnittreif gewagt. Verbloggt habe ich bisher jedoch nur meine FrauNina und da war ich ja nicht sooo glücklich mit. Aber da mir die Schnitte gefallen, wollte ich Frau Aiko eine Chance gebe. Meist sitzt der Fehler ja vor dem Stoffregal oder vor der Nähmaschine!

In diesem Fall habe ich bei der Materialwahl ganz genau darauf geachtet, dass ich einen dünnen gut fallenden Stoff nehme. Nach langem Hin und Her habe ich mich für ganz dünnen Jeansstoff mit kleinen weißen Fahrrädern drauf entschieden.

Also EBook nochmal lesen, Schnittmuster zuschneiden und dann ran an den Stoff. Im Eifer des Gefechts kann es natürlich zu Fehlern kommen… So auch hier. Beim Nähen stellte ich fest, dass auf den Ärmeln die Räder kopfstehen. Hmm. Kurz überlegt, ob man es nochmal neu zuschneidet oder ob man es nach Fertigstellung in die Kategorie “ Muss so Sein“ verbucht wird. Da Zeit mein knappester Rohstoff ist, habe ich mich für die zweite Variante entschieden. Und vermutlich fällt es den wenigsten auf.

Genäht ist Frau Aiko ganz fix, selbst wenn man sich für die Variante mit Beleg entschieden hat. Dann einmal alles ordentlich gebügelt vor dem Säumen und anschließend absteppen. Fertig ist! Die Anprobe war dann jedoch etwas ernüchternd. Frau Aiko ist eine eher kurze Bluse und dabei hab ich nicht bei der Saumzugabe unten geschummelt! Was ihr unten an Länge fehlt, bringt sie definitiv in der Breite mit. Etwas hatte ich mich schon gewundert beim Vergleichen der Maßtabelle für die eigenen Maße mit der Maßtabelle für die Maße zum fertigen Kleidungsstück. Aber gut, das stand ja auch in der Beschreibung, dass es sich um eine moderne, kurze Bluse mit lockerem Sitz handelt. Und so ist es auch!

Die Taschen finde ich super, denn kombiniert mit einem Rock, fehlen einem ja oft Taschen für die wichtigen Sache wie Taschentücher, Sonnenbrillen und Wohnungsschlüssel.

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Und damit wird Frau Aiko mein erster Beitrag für # 1 Fundsachen für Erwachsene und geht gleichzeitig zu 12 Letters Of Handmade Fashion. Diesen Monat ist es das K und da passen meine kopfstehenden Räder perfekt rein! Und zusätzlich ist Donnerstag ja immer RUMS-Tag, viel Spaß beim Stöbern dort.

Bis demnächst,

eure Kerstin

 

 

 

 

Mini-Lanea in Action

Unsere Große hat Energie für Zwei, da habe ich mich schon längst von schicken Klamotten, die den Tag fleckenfrei überleben verabschiedet. Als praktisch haben sich hier Leggings und kurze Kleidchen herauskristallisiert. Viel anderes habe ich schon garnicht mehr genäht.

Tja und dann fragte Tanja von Sara & Julez, ob man den Damenschnitt der Lanea nicht auch für die kleinen Damen umsetzen könnte. Nun ist Lanea ja eine schmal geschnittene Bluse. Und die Frage ist, ob Blusen und wilde Mädchen zusammen ein gutes Team ergeben?


Eine Bluse aus fester Webware kann nie die Bewegungsfreiheit für kletternde und tobende Kinder gewährleisten wie ein Kleidungsstück aus Jersey.

Aber wie man sieht, macht die Bluse doch so einiges auf dem Spielplatz mit. Und es kam kein Gemecker, dass das Kleidungsstück zu eng sei und man sich nicht richtig bewegen kann.


Wie der Damenschnitt Lanea kommt auch die Kinder-Variante mit einem großen Rundhals und/oder einer Knopfleiste daher sowie mit langen oder dreiviertel Ärmeln. Sogar Abnäher im Rückteil kann man optional für eine bessere Passform verwenden.


Schwierig war im Probenähen die Balance zwischen einer enganliegenden/schmalen Bluse und der für Kinder unabdingbaren Bewegungsfreiheit zu finden. Im Ergebnis finde ich persönlich beides sehr gut umgesetzt. Zum Test habe ich die Bilder extra auf dem Spielplatz gemacht!

Schwierig ist aber das selbständige Aus- und Anziehen dieser Bluse. Ganz egal, ob mit Knopfleiste oder mit dem großen Rundhalsausschnitt. Da ist Hilfe aufjedenfall nötig.

Ansonsten sitzt die Bluse bei uns prima. Zugegebenermaßen ist das große Kind auch recht schmal und liegt mit ihrem Kopfumfang meist unter dem Durchschnitt. Ich würde mich beim Nähen streng an die Maßtabelle halten und notfalls die Länge kürzen, wenn man sich dann doch für eine Nummer größer/breiter entscheidet. Nichts ist ärgerlicher als voller Stolz eine schicke Bluse zu haben, die das Kind nicht tragen kann! Genäht habe ich die Bluse mal wieder mit der 5-Faden-Sicherheitsnaht, so kann ich halbwegs sicher gehen, dass die Nähte auch wirklich beim Toben und An- und Ausziehen halten werden. Ansonsten kann man natürlich den Schnitt auch mit einer normalen Nähmaschine mit Geradstich nähen und anschließend mit dem Zickzackstich versäubern.


Für den Hassauschnitt und den Ärmelunterkanten gibt es auch jeweils ein extra Schnittmuster. Aber damit auch mal die gesammelten Schrägbänder nicht weiter im Regal versauern, habe ich alles damit eingefasst. Denn ehrlich gesagt ist das auch viel bequemer.

Im Rahmen des Probenähens wurde der Schnitt auch aus Jersey genäht und von den Mädels für gut befunden. Also dann im Ergebnis doch einschöner Allroundschnitt wie ich finde.

Und endlich hat mal ein Teil der Webware, die schon ewig im Regal schlummern seinen Weg ans Tageslicht gefunden!

Verlinkt zu: Kiddikram